Donnerstag, 27. April 2017

Königin Maria Pia von Portugal und ihr Sternen Diadem


Portugal hatte eine lange Liste von Königen.
Den Anfang machte Heinrich von Burgund, Graf von Portugal, unter der Lehnherrschaft von Asturien-Leon zwischen 1093 und 1112 und endete mit Manuel dem II. 1908-1910 der 1910 abdankte und ins Exil ging. Damit endete die Monarchie in Portugal.

Doch heute wollen wir uns Königin Maria Pia widmeten.

Maria Pia von Savoyen ( * 16. Oktober 1847 in Turin; 5. Juli 1911 auf Schloss Stupingi in Turin) entstammte aus dem Hause Savoyen und war Prinzessin von Italien und Königin von Portugal.

Sie war die Tochter von Victor Emanuell II. König von Sardinien-Piemont (später erster König von Italien) und der Erzherzogin Adelheid von Österreich.


Victor Emanuel und Adelheid mit der kleinen Maria Pia

Maria Pia hatte noch 6 Geschwister darunter König Umberto I von Italien und Amadeus von Savoyen, König von Spanien, Papst Pius IX war ihr Taufpate.


von links nach rechts. Umberto, Amadeus, Papst Pius

Mit 7 Jahren verlor Maria Pia ihre Mutter. Im Alter von 14 Jahren ließ König Ludwig I. von Portugal durch Abgesandte um ihre Hand anhalten.
Nach ihrer Ferntrauung am 27. September 1862 in Turin reiste sie unverzüglich nach Portugal. Am 5. Oktober kam sie dort an und heiratete bereits 1 Tag später, den 6. Oktober 1882, den 9 Jahre älteren Ludwig I. offiziell.


Das Paar hatte 2 Kinder:

Karl I. (*28. September 1863; +1. Februar 1908)
Alfons Heinrich, Herzog von Porto (*31.07 1865;+21.02.1920


links Karl I. und rechts Alfons Heinrich
Als Königin hatte Maria Pia einen Hang zu Luxus wo natürlich Schmuck eine große Rolle spielte , Feste und Kostümbälle. Insbesondere legte sie Wert auf elegante Kleidung was ihr massive Kritik eintrug.
Sie soll mal gesagt haben:" Wer Königinnen wünscht, soll sie auch bezahlen."



Allerdings war Maria Pia auch karitativ tätig und setzte sich für die 1868 tatsächlich erfolgte Abschaffung der Sklaverei in den portugiesischen Kolonien ein.
Außerdem führte sie erfolgreiche Hilfsaktionen bei den großen Überflutungen von 1876 durch was sogar den Beifall der politischen Opposition fand.
In die Politik mischte sie sich jedoch selten ein
außerdem war sie Großmeisterin des Orden der heiligen Isabella. (Der Orden hatte, abgesehen von den Damen der königlichen Familie, maximal 26 Mitglieder und diese mussten, um aufgenommen zu werden, von Adel und mindestens 26 Jahre alt oder verheiratet sein. Der Orden war einklassig.)





Nach dem Tod ihres Gatten Ludwig I. am 19. Oktober 1889 und der anschließenden Thronbesteigung ihres Sohnes Karl I. widmete sich Maria Pia intensiv ihren sozialen Projekten, die ihr schon als Königsgattin wichtig gewesen waren..
Sie nahm eine dominante Stellung am Hof ein und diente als Regentin während der Abwesenheit des neues Königspaares.

Am 01. Februar 1908 starben Karl I und der Erbprinz Ludwig Philipp bei einem Attentat. Der gewaltsame Tod ihres Sohnes und Enkel hatte Maria Pia tief erschüttert.

Während der letzten Jahre in Portugal zeigten sich Anzeichen von Senilität und sie präsentierte sich nur noch selten in der Öffentlichkeit.



Zutiefst verärgert über die Absetzung ihres anderen Enkels Manuell II. und der Auflösung der Monarchie am 05. Oktober 1910 ging Maria Pia mit dem Rest der königlichen Familie ins Exil nach Italien.

In ihrem Heimatland fand sie Zuflucht bei ihrer Schwägerin Königin Margarethe von Italien.

Die schwermütig gewordene, an Arteriosklerose laborierende Königinwitwe starb am 5. Juli 1911 im Alter von 63 Jahren auf Schloss Stupinigi bei Turin (Jagdschloss), an einer Herzkrankheit. 


Schloss Stupinigi

Wie die meisten späten Mitglieder Hauses Savoyen, im königlichen Mausoleum in der Basilika von Superga bei Turin bestattet.



Ein besonderes Schmuckstück war das Diamanten Diadem mit der passenden Kette dazu.

Im Jahr 1863, also ein Jahr nach ihrer Hochzeit, ließ sie von dem portugiesischen Juwelier Estevao de Sousa die Arbeit nach ihren Vorgaben beginnen und fertiggestellt wurde die Parure im Jahr 1866.
Sie besteht aus Gold, Silber und klaren wir rosa Diamanten. auch sollen sich wertvolle Saphire darin befinden.



Hier kann man schön erkennen das die Sterne aus Gold und Silber bestehen.



Auch bei der Kette können wir Gold und Silber gut erkennen.





Leider habe ich kein Bild von Königin Maria Pia wie sie die Sternen Parure trägt aber ihre Schwiegertochter Amelie trug die Sternen Tiara.



Heute gehören Tiara und Kette zum portugiesischen Kronschatz.

Als die portugiesische erste Republik verkündet wurde, ging die Königsfamilie ins Exil und konnte nur in einer extrem kurzen Zeit private Sachen packen. 
Und so konnten sie auch nur einen Bruchteil der Juwelen die sie besaßen mitnehmen.
Die Juwelen die übrig blieben und privater Besitz der Familie war, außer den Kronjuwelen, wurden dem Haus der Braganza- Stiftung gegeben.
Viele Jahre nach ihrem Exil verkaufte Königin Amelie von Orleans einige ihrer Juwelen, wie z. B. ihre berühmte Rubin-Diamant-Tiara die später die Amerikanerin Barbara Hutton erwarb.

Hier sehen wir Barbara Hutton mit der Rubin Tiara und passenden Halskette.






Der Rest ihrer Juwelen wurde entweder den Mitgliedern ihrer Familie in Frankreich oder dem Hause der Braganza Stiftung überlassen.
Die aktuelle portugisiesche Königsfamilie hat eine Reihe von Juwelen die in zwei Sätze aufgeteilt werden können.


Der erste Satz sind die Juwelen, die Duarte Pio, Herzog von Braganza von seiner Mutter Prinzessin Maria Francisca de Orleaes e Braganca, Urenkelin von Kaiser Pedro II. von Brasilien und Ur-Ur- Enkel von König Pedro IV. von Portugal erbte.

Der zweite Satz sind Juwelen, die im Besitz des Hauses der Braganza-Stiftung sind.
Die Juwelen, wenn auch nicht im Besitz des Herzogs, stehen der Herzog und der Herzogin zur Verfügung.

Herzogin Isabel von Braganza

Ob die Juwelen die auf dem Bild zu sehen sind auch zu der Braganza Stiftung gehören kann ich im Moment nicht sagen.

Über die Braganza Juwelen werde ich noch einen Blog machen machen.

Und auch über Barbara Hutton. Die Amerikanerin besaß eine Menge an königlichen Juwelen.




Quelle: Google, Wikipedia, Miss Mertens, Pinterest,...

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