Mittwoch, 29. Juni 2016

Orlow oder Großmogul Diamant



Der Orlow Diamant (es existieren mehrere Schreibweisen)  (oben sehen wir eine Kopie), oder auch Orloff Diamant der Zarin Katharina II, ist ein 189,62-karätiger (37,924 g) Diamant.

Der Stein gehört zu den berühmtesten Diamanten der Welt.

Dass es ihn gibt ist zu sehen…

Aber wo kam er her?

Es gibt eine Legende die besagt folgendes:

Der bläulich-grüne Diamant gehörte zur Statue der indischen Göttin Brahma.
Die Augen der Götter-Statue im Tempel von Mysore zierten zwei große Diamanten von großem Wert.

Ein französischer Söldner, der angeblich zum Hinduglauben übergetreten war, um den in den Tempel eingelassen zu werden, soll den Stein aus dem linken Auge herausgebrochen und gestohlen zu haben; im Jahr 1750 soll er ihn dann in Madras an einen britischen Handels-Kapitän verkauft haben.

Der Stein gelangte nach Antwerpen, wo ihn der Fürst Grigori Grigorjewitsch Orlow, der zusammen mit seinem Bruder Alexei maßgeblich am Sturz des Zaren Peter III. beteiligt war, kaufte und ihn im Jahr 1776 der Zarin Katharina II. der großen schenkte.

Die Gunst der Kaiserin, die er zuvor verloren hatte, gewann er damit aber nicht zurück und schlug seinem Nebenbuhler, dem Fürsten Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, ausgerechnet das linke Auge aus.


Zarin Katharina ließ den Orlow Diamanten, wie er fortan genannt wurde, in die Spitze des goldenen Zepters der russischen Zaren eingearbeitet.


Seit 1967 wird der Diamant in der ständigen Ausstellung des Diamantenfonds in der Rüstkammer des Moskauer Kremls ausgestellt.


Weiterhin berichtet die Legende das die Gottheit Brahma den zukünftigen Eigentümern Unglück prophezeit habe.

Die Zahlreichen Mordanschläge auf das russische Königshaus werden daher dem auf dem Stein lastenden Fluch zugeschrieben.

Eine weitere These besagt das dieser Diamant der „Großmogul“ sein soll.
Die ungewöhnliche Schlifform des Orolv, das Vorhandensein eines speziellen Einschlusse und das Muster seiner Facetten deuten darauf hin dass der Orlov mit einem legänderen Stein identisch sei, der vor langer Zeit verschwand.
Der „Großmogul“.

Dieser wurde von dem Reisenden Jean-Baptiste Tavernier, dem es als einem der ersten Europäer erlaubt wurde, die Juwelen der indischen Herrscher zu studieren, in seinem Buch wie folgt beschrieben: Der Diamant von 279 Karat (als Rohstein 787,5 Karat) soll 1650 in der Kolur-Mine am Kistnah in Indien gefunden worden sei.

Der Großmogul wurde Tavernie von Aurangzeb (1658-1707), dem dritten Sohn von Schah Jahan, gezeigt.

Das Schleifen des Diamanten wurde dem Italiener HortensioBorgio anvertraut, der den Großmogul auf 279 9/16 Karat herunterschliff.

Das Resultat seiner Arbeit enttäuschte Aurangzeb so sehr, dass er Hortensio Borgio anstelle einer Belohnung für seine Dienste mit einer Geldstrafe von 10.000 Rupien belegte – mehr als der Mann besaß.

Aber ein Mysterium bleibt: Welches Schicksal konnte diesen großartigen Edelstein befallen haben, von dem alle Spuren verschwunden zu sein scheinen?
Wurde er in kleine Steine gespalten oder ist es tatsächlich der Orlov?

Wenn man die Zeichnungen des Diamanten von Tavernier mit den Fotos des Orlov im Kreml vergleicht sind Ähnlichkeiten erkennbar.

Die Form des Orlov wird als halbes Taubenei bezeichnet und Tavernier bezeichnet den Großmogul auch als Taubenei das in der Mitte durchgeschnitten wurde.

Großmogul Tavernier

Die Facetten beider Steine sind ähnlich.

Der Orlov hat leichte Einschnitte und Tavernier stellt beim Großmugul auch einen leichten Riss und einen Fleck fest.

Orlov

Natürlich kann es auch sein das es in der Geschichte noch mehr solcher Diamanten gegeben haben kann.

Wenn allerdings bedenkt das der Orlov keinen richtigen anfang hat und der Großmogul kein richtiges Ende hat dann könnte es sein das es sich um ein und denselben Stein handelt.

Der russische Akademiker Alexander E. Fersman, eine russische Autorität für Edelsteine, ist sich ziemlich sicher das der Orlov der Großmogul ist.



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