Samstag, 4. Juni 2016

Die Staatskrone Georgs I.




Sie war 1714 als Ersatz für die Staatskrone Karls II. hergestellt und 1838 von Königin Viktoria durch die Imperial State Crown ersetzt.
Die Staatskrone Georgs I. wurde extra für König Georg I. angefertigt.
Als Georg I. 1714 König von Großbritannien und Irland wurde, entschied man die vormalige für Karl II. um 1660 geschaffene Staatskrone, d.h. die Krone, die zur Eröffnung des Parlaments getragen wurde, durch eine neue zu ersetzten, da die alte sich in einem schlechten Zustand befand. Zahlreiche Elemente (perlen usw.) der alten Krone wurde der neuen Krone eingesetzt.
Wie beim Vorgänger wurde sie jedoch nicht mit wertvollen Edelsteinen, sondern mit Glassteinen besetzt.
Die Krone selbst bestand aus einem goldenen, mit Lilien und Tatzenkreuzen verzierten Kronreif mit 4 Halbbügeln und einem drauf gesetzten aquamarinen Reichsapfel und dem Kreuz, das schon 1685 der Staatskrone von König Karl II. hinzugefügt worden war.
1727 wurden die Glassteine durch gemietete Diamanten im Wert von 109.200 Pfund ersetzt.
Nach einer weiteren Veränderung wurde sie bei der Krönung Georgs II. Verwendet.
Die Bügel die zum Mittelpunkt der Krone nach unten liefen, wurden so verändert, dass sie nun gerade verliefen.
Die Krone fand auch bei den Krönungen Georgs III., Georgs IV. und Wilhelms IV. Verwendung.
Nachdem sich die Krone 1820 offenbar ebenso in sehr schlechtem Zustand befand, ist sie umgearbeitet worden.
Der aquamarinfarbene Globus des Reichsapfels wurde ersetzt, wobei ersichtlich wurde, dass er lediglich aus blau-grünem Glas bestand.
Wilhelm IV. war der letzte, der die Krone trug.
Königin Victoria ersetzte die Krone durch die Imperial State Crown und nutze viele wertvolle Edelsteine für die neue Krone.
Die Karkasse der Krone wurde zusammen mit den Karkassen der Krönungskronen Georgs IV. und Adelheids von Sachsen-Meiningen (Ehegattin Wilhelms IV.) an die Kronjuweliere verkauft.

Sie wurden 1995 als Geschenk an Königin Elisabeth II. zurückgegeben.

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